Archiv der Kategorie 'Kommentare'

Der Hass muss raus…

Die gute alte Hannoversche Allgemeine hat es heute Morgen einmal wieder geschafft.
In einem kleinen Zweispalter wird erklärt, dass Russland, nun wo es auf die Europa-Russland Gespräche und Treffen im Zuge der G8 zugeht (so was wie der EUASM-Gipfel), systematisch damit beginnen würde, Kritiker und Oppositionelle einzuschüchtern und vorsorglich ins Gefängnis zu sperren.
Dazu wird dann der Russland-Beauftragte der Bundesregierung zitiert, der darauf hinweist, dass Russland starker Demokratischer Intervention benötige.
Der Intervention von Ländern, die ohne überhaupt einen Definitionsansatz zu bieten, „Gewaltbereite Störer“ für 14 Tage Präemptiv ins Gefängnis stecken wollen? Oder von Ländern, in denen die Bundesanwaltschaft auch schon einmal offen zugibt, gegen das Grundgesetz zwecks der Kriminalisierung und Einschüchterung von System-Oppositionellen zu verstoßen?

Deutschland halt’s Maul, danke.

Bilder

Die Debatte um Unkentlichmachen von Menschen auf Demo-Pics ist ja omnipresent.
Auf Indy ist ein Foto-Beitrag aus Stuttgart, der es vormacht.
SO
Genau so und nicht anders haben Demo-Pics auszusehen.
Die Verantwortung aller ist gerade im Linken Bereich bei Demos gefordert, jedeR hat das Recht auf eine Demo zu gehen, ohne hinterher ihr/sein Gesicht auf Indymedia zu sehen.

Nur weil sowieso Gefilmt und Fotografiert wird, von Presse- und Bullenseite heißt das nicht, das „wir“ es nicht besser machen müssen.
Also entweder Kamera zuhause lassen, oder verantwortungsvoll mit Unkentlichmachung umgehen.

Amüsant

Kleine Randnotiz:
In letzter Zeit kommen immer mehr Referer zu dieser Seite durch das Google Stichwort ,,Autonome Nationalisten“.
Um das also kurz klarzustellen:
,,Autonome Nationalisten“, find ich scheiße.

Angucken und so

PennerVZ

Angucken, abchecken und weiterempfehlen.

G8 Mobben

Es gibt mal wieder einen eigentlich ganz schönen neuen Mobilisierungsklipp zum g8 zu bestaunen.

Wer die Aussagen in diesem Filmchen findet, von denen ich mich distanziere hat gewonnen.

Klassiker

Durch einen Link in dem schlecht frequentierten Ungdomshuset Forum bin ich auf einen wunderbaren Film von 1986 gest0ßen.
Es geht um den Militanten Kampf um ein besetztes Haus in Kopenhagen, um die Unfähigkeit der Politik und darum, wie die Anspannung hinter den Barrikaden anfängt die BesetzerInnen kaputt zu machen.
Schaut ihn euch an, ist wirklich ein super Film, an dem einzig die etwas schlechte Qualität und später fehlende Synchronität zwischen Ton- und Filmspur zu bemängeln ist.

Scheiß Sexismus

Irgendwie scheint mir, das dass die wohl treffendste Aussage über den Emanzipatorischen Ist-Zustand ist. Eigentlich ist alles um uns herum sexistisch, jede Geste, jedes Wort, jeder noch so gut gemeinte Vorschlag/Witz.
Das Problem ist, glaub ich, nicht nur einfach bösartige und absichtliche Diskriminierung von Menschen, aufgrund irgendwelcher angeblich Phänotypisch determinierten Verhaltensweisen, sonder eben überhaupt erst die Annahme dieser.
Es ist also nicht in dem Maße verwerflich und Sexistisch, wenn ich eine Freundin ärgere, weil sie nicht einparken kann oder ich mich über ähnliche Verhaltensweisen erheitere.
Wirklich schlimm und gefährlich wird es erst dann, wenn ich einen Menschen anfange aufgrund seines Geschlechtes anders zu behandeln. Wenn ich gegenüber meinen Freundinnen eine andere Maske aufsetze als gegenüber meinen Freunden und wenn ich mich dadurch selbst in Phänotypische Rituale zwänge.
Also ganz konkret, wenn ich mich, männlich dominant wie ich bin, auch so verhalte, wenn ich z.B. bei Disskusionen immer Vorpresche usw.
Nun gut, genug des dümmlichen Geschwafels, Sexismus ist ein Phänomen, das als dickes Label unsere jetzige Gesellschaft ziert. Akzeptieren dürfen wir das keinesfalls und vor allem ist wichtig gerade bei diesem Thema nicht nur den moralischen Zeigefinger gegenüber anderen zu erheben, sonder auch immer wieder darüber nachzudenken ob mensch selber nicht vielleicht auch ab und an SexistInn ist.
Am 8.März und an den restlichen 364 Tagen des Jahres.

Was zu lachen?

Ich muss zugeben, ein kleines Lächeln huschte schon über mein Gesicht, als ich diesen Artikel auf Indy entdeckte.
Da hat sich also ein Antifa-Grüppchen aufgemacht, das Antikapitalistisch-, Antifaschistisch ABER trozdem auch Patriotistisch agitiren möchte.
Nungut, viel erfolg wünsche ich dem neuen Autonome Nationalisten Projekt mit dem tollen Namen
„Antifa but proud“.

warum

warum?

Beim rumstöbern auf youtube bin ich auf dieses Video gestoßen und es hat mir erstmal die Sprache verschlagen.
Das verdeutlicht ziemlich beeindruckend, gerade vor der Relevanz des heutigen Datums für deutsch Opfermythen, warum Nazi-Deutschland mit jedem erdenklichen Mittel die Totale Niederlage beigefügt werden musste.
Leider bin ich in der Sprache des Videos nicht mächtig, so das ich hoffe das irgendwer das für mich übersetzten kann.

Der/Die/Das deutscheste

Beim ganz gewöhnlichen Zappen durchs TV-Programm am heutigen morgen fiel mir eine kurzer Ausschnitt auf dem Programm „das vierte“ ganz besonders ins Auge.
Es ging um Sportfilme mit dem dritten Komparativ, der traurigste, der schönste, der kälteste usw.
Als letztes ging dann der „deutscheste“ Film an den Start, was natürlich „das Wunder von Bern“ von Sönke Wortman (dem Film-Vorreiter der „Deutschtümelei“) sein sollte.
Das wirft für mich die Frage auf, was macht diesen Film zum „Deutschesten“ Sportfilm, aber noch viel interessanter, was ist eigentlich am „deutschesten“?
Im ganz besonderen Maße „deutsch“ macht den Film, dass es um den Gewinn der Fußball-WM 1954 geht, bei der, wie war es anders zu erwarten, aus Deutschland stammende Menschen (sog. Deutsche) sich den Titel sichern konnten.
Was letzten Sommer vermutlich in dem größten Fanenmeer-Besäufnis in der traurigen Geschichte dieses Landes geendet hätte, war damals eben auch schon ein Völkisch-Relativierender Feiergrund. Einziger Unterschied, mensch war nicht nur wieder wer, nein der Nationalsozialismus, an dem der Großteil der damaligen Bevölkerung noch aktiv mitgewirkt hatte, war eben zeitlich deutlich näher gelegen.
Dementsprechend war er nicht „schon aufgearbeitet“ sondern einfach nur verdrängt.
Auf den Film will ich aber gar nicht weiter eingehen, viel interessanter scheint mir das Wort-Phänomen des „deutschesten“.
Wenn ich hypothetisch annehme, das wenn ein Film über die 50 Jahre als „deutschester“ betitelt wird, dann kann ich davon ausgehen, das in dieser Zeit auch der Wunschzustand des deutschen Systems liegt.
Das trifft auch schon den Kern, den noch immer ist es der Postfordismus und das Wirtschaftswunder, das die Herzen höher schlagen lässt und deshalb ist es Konsens von Attac über Die Linke bis hin zur CSU-Ortsgruppe Hinterstaudingen, das dieser starke Sozialstaat in seiner reinsten Form zurückgebracht werden müsse. Es ist demnach also Urdeutsch eine möglichst starken Staat zu haben, der sich um die Belange aller BürgerInnen kümmern solle, der die BürgerInnen vor den bösen Finanzkapitalisten-Heuschrecken aus dem Ausland schützen soll und der somit das beste für den Standort Deutschland (ein etwas neuerer Gedanke) tut. Darauf werden dann die Menschen vor Ort konsequenterweise von morgens bis abends eingeschworen;
Du bist nichts ohne deinen Standort!
Denn das Glück jedes einzelnen sei bekanntlich ja nur das Glück des „eigenen“ Landes.

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