Archiv für Januar 2007

Ab ins Klo

Deutsche Autos schlagen Japaner

So wollte es mir die geliebte HAZ weißmachen, nachdem ich sie zur morgentlichen Lektüre herranzog.
Jetzt ist es also soweit, die in Wertarbeit hergestellten deutschen Autos sind endlich wieder da wo sie hingehören:
Über dem bösen Asiatischen Fremdvolk

HAZ

der 27te

Bundestag und Bundesregierung fördern seit vielen Jahren über verschiedene Programme Projekte, die sich gegen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus richten und die insbesondere junge Menschen in ihrem Engagement für Freiheit, Demokratie und Toleranz unterstützen wollen.

- Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert änlässlich der Gedenkveranstaltung zum 27.01.2007 im Bundestag

Lieben wir nicht alle Geschichtsrevisionismus ?

Wiederholungstäter Volk

Die Fußball-WM letztes Jahr hat so einiges in diesem Land zum schlechteren verändert, bzw hat die bereits bestehende Entwicklung, ganz besonders in Sachen „Nationalstolz“, auf ein neues Nivau gebracht. Glücklich kann mensch darüber ganz bestimmt nicht sein, dass auch die Deutschen jetzt „wieder wer sind“, schlechte Erinnerungen seien „aufgearbeitet“, „abgehakt“ oder einfach „vergeben“.
Ein neuer „moderner“ und „jugendlicher“ Umgang mit der Nation und allem was dazugehört, sei entstanden. Über all die Folgen davon wurde schon hundertmal geschrieben und berichtet, dabei will ich es auch belassen.
Was mir jedoch als gefährlich erscheint ist, dass während all der Mobilisierungen für G8, EU-Präsidentschaft usw. ein Thema vergessen zu werden scheint, bzw ein Ereigniss, an dem sich gut gegen wiederauflammenden Nationalnalstolz protestieren liese.
In Deutschland ist Handball-WM, die zwar keinesfalls so große Wellen schlagen wird wie Schwester Fußball im Vorjahr, jedoch könnte Deutschland auch hier versuchen sich mehr und mehr als „normale“ Nation zu etablieren.
Darzustellen, dass keine Nation normal ist und das ganz besonders in Deutschland jedweder Versuch der Relativierung der Geschichte äußerst inakzeptabel ist, ist Aufgabe der Linken.

Dementsprechend scheint es mir, dass vielleicht auch dieses Ereignis keinesfalls außer Acht gelassen werden sollte.

„Wir sind keine Hooligans …

… wir sind Hugo Chavez Fans !“
Südamerika bietet zur Zeit erfreuliche Nachrichten in Hülle und Fülle:
Die traditionell beliebte EZLN ist aktiv wie immer, der Unabhängigkeitskampf bzw. antiautoritäre Kampf der Bevölkerung Oxacas gegen ihren Gouverneur Ruiz lässt noch mehr Augen leuchten und flammende Solidaritätsbekundungen fließen, dazu noch die Wahlerfolge der Linken Parteien in Nicaragua, Bolivien, Ecuador und eben in Venezuela.
Enstanden ist eine Achse, die in der Lage sein sollte auf Staatlicher Ebene dem Kapitalistischen Einheitsbrei rund um USA und Europa die Stirn zu bieten. Doch es kommt immer alles anders und so trafen sich zum wiederholten Male Hugo Chavez und der Iranische Präsident Ahmadinedschad, um, unter anderem, ihre „Brüderlichkeit“ zu unterstreichen.
Doch nicht nur dort war Ahmadinedschad, frisch von seiner Konferenz der Holocaust-Leugner und Antisemiten, auf Sympathienfang, auch den restlichen vom „Links-Ruck“ erhellten Ländern statte er einen Besuch ab und war sogar bei der Vereidigung Rafael Correas in Ecuador zugegen.
Nun lässt sich fragen warum gehen diese doch so sympatisch wirkenden Staatschefs Bündnisse oder Schulterschlüsse mit Ahmadinedschad ein ?
Geld ? Öl ? Waffen ?
Aus welchen Gründen auch immer sie es tun, jegliche sich auch nur ansatzweise emanzipatorisch betitelnde Linke sollte in der Lage sein zu erkennen, dass ein Bündnis mit Holocaust-Leugnern, Islamisten (so sehr ich das Wort auch hasse , trifft es hier doch zu) und Antisemiten niehmals tragbar ist. Weiterhin sollte daraus die Erkenntnis resultieren, dass diese Länder/Regierungen moralisch nicht tragbar und daher auch nicht durch Sympathien oder jedweige Solidaritätsbekundungen in ihrem Kurs bekräftigt werden dürfen.
Stattdessen ist es wichtig und nötig Klarheit zu schaffen und eindeutig die nicht Duldung dieses Zustandes zu demonstrieren, mit aller Macht und jeglichen Mitteln.

Solidarität gehört Menschen, Hass den regierenden Strukturen!

Bundeswehr – Ein Job wie jeder andere ??

An meiner geliebten Schule liegen immer wieder wunderbare Blätter, Zeitschriften und Heftchen mit dem Thema :“ Abi , was dann ? “ aus.
Aufgrund eines Anfluges von Langeweile habe ich mich einfach mal durch den ganzen Haufen gekämpft um dann auf einen ganz besonderen Leckerbissen zu stoßen.
Unicum Nr12 2006, direkt auf der Rückseite des Titelblattes, eine DINA4 Anzeige der Bundeswehr.
Solgan Nicht jede Ausbildung bringt dich soweit nach oben. . Aber keine Angst es wird noch besser, es geht, wie sich am Wortspiel vermuten ließ um eine Pilotenausbildung, also im Text heißt es weiter

Unsere Auswahlkriterien sind genauso anspruchsvoll wie die späteren Einsätze

Ok die unter Perspektiven nocheinmal angesprochenen „Flugeinsätze im In- und Ausland“ sind jetzt also nicht mehr, wie es im Geiste einer Armee liegt, rein Kriegerisch, was bedeutet gegen Menschen gerichtet, sondern sie sind jetzt „Anspruchsvoll“ . Um sich weiter als „seriöser“ Arbeitgeber zu Etablieren, weist die Bundeswehr auch nocheinmal verstärkt darauf hin das die Auszubildenen „Soziale Kompetenz und Teamwork“ erlernen bzw. erfahren würden.
Das Kriegseinsätze aber keine Normale „Fließband-38-Stunden-Woche“ darstellen , dass „Karriere bei der Bundeswehr“ bedeutet Karriere über Menschenleben ,und das wortwörtlich, zu machen wird in keinem Satz , ja in keinem Wort erwähnt.
Schlimmer noch, mensch würde sich für

einen Arbeitsplatz mit faszinierenden Aussichten

bewerben, wenn das nicht verlockend klingt .
Traurigerweise stößt all das kaum noch auf Protest, Abgesandte der Bundeswehr können in aller Seelenruhe an Schulen den perspektivlosen Jugendlichen die Bundeswehr als Alternative zu HartzIV nahelegen, das bezahlte Studium beim Bund statt Studiengebühren und den sowieso nur Humanitären „Job“ als Soldat empfehlen.
Durch häufige Inlandspräsenz, Fluthelfer, Katastrophenschutz, zukünftig auch noch Terrorschutz (Flugzeuge abschießen, G8 Terroristen bekämpfen), etabliert sich die Bundeswehr als „normales nettes“ Heer, gepaart mit dem Standortnationalismus, “ wir sind wieder wer“ kommt eine gar abscheuliche Mischung herraus, die jedoch breitwillig vom Deutschen von heute geschluckt wird.
Denn, wie wir wissen hat heute jede Nation ein Heer zu haben, all die Probleme in der großen Welt sind mit Krieg zu lösen, und wenn nur durch den mittels eines möglichen Einsatzes ausgeübten Druck.
Krieg wird zum Alltag die Bundeswehr normal.

Doch es bleibt wie es war, Krieg ist nicht normal, Tote nicht zu akzeptieren und Soldaten sind, und waren es schon immer, Mörder!

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Meta

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